Studio TanZENtra des Martin Kirchler
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Studio TanZENtra des Martin Kirchler holistic bodywork & bodycoaching
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Tantra und ZEN ... ganzheitliche Gesundheit

 

 

 Im ZENtrum des Tantra steht die Sexualität im Sinne des Ayurveda und Yoga

 

Tantra versöhnt zwischen idealisierter Mentalität (manas) und der Sexualität (sambhoga) des Menschen

 

 

 

Tantra- Massagen sind wichtig und besonders wohltuend.

Sie verfolgen im Wesentlichen die Ziele des Ayurveda und Yoga. Das sind:

 

  • Zum einen der gesunde Ausgleich der drei Doshas (>Vata, Pitta, Kapha). Vata ist mit den Elementen Äther und Luft sowie mit den nervlichen Funktionen assoziiert, die den Körper als Ganzes ani-mieren. Anemos (Griechisch), Animus (Latein) beziehen sich wie die Silbe -ana in Pra-ana auf das Bewegungsprinzip des Windes. Ist das Bewegungsprinzip gestört, spricht man von Vata-Störungen. Diese haben ihren Sitz im Unterleib zwischen dem Dickdarm und den primären Geschlechtsorganen. Ayurveda bzw. Tantra-Behandlungen gleichen hier aus.
  • Zum anderen der Ausgleich der drei Ebenen des Bewußtseins (Wach-, Traum-, und Schlafbewußtsein). Das wachsame Auge hält Ausschau nach dem passenden Partner, das träumende Auge haftet nicht selten an der Einbildung, er oder sie sei der oder die Richtige (Verblendung als mentales Geistesgift). Dem schlafenden Auge ist die Regeneration des eigenen Körpers erstmal wichtiger als die Vereinigung und Reproduktion mit dem Körper des Geschlechtspartners. Um Regeneration und Erhalt der eigenen Körperfunktionen geht es im Tantra-Yoga. Nach Möglichkeit werden die Ideale von Traum und Wachbewußtsein integriert, um einen vierten Bewußtseinszustand zu erlangen.

 

Im folgenden finden Sie philosophische und konkrete Überlegungen zu diesen Themen.

 

Im Anschluß finden Sie Hinweise zu

 

>Tantra-Massagen bzw. -Behandlungen, die sie im Studio TanZENtra erhalten können

 

> weitere Massagen im Studio TanZENtra

 

 

 

 

Leben, Liebe & Leiden-schaft |  eine Frage der Selbstverantwortung 

 

 

Als Buddha einst unter einem Bodhi-Baum meditierte, kam ihm eine erleuchtende Einsicht: Philosophische Spekulationen bringen die Menschen nicht wirklich voran. Denn sei lösen nicht ein zutiefst empfundenes Problem, das Leiden. Buddha beschränkte seine Ansichten also erstmal auf eine simple Wahrheit: Es gibt Leiden. Geburt bedeute Leiden, ebenso wie Kranksein, Altern und Sterben. Es ist letztlich dieses mehrfach empfundene Leid, das den Menschen auf seinem Lebensweg begleitet. Und so kommt er ins Grübeln über sein Dasein, sein Sosein (tathata) und über ein möglichst schmerzfreies Leben nach dem Tod.

 

 Woher kommt all das Leid Buddha wollte auch in dieser Frage nicht spekulieren.  Wenn Leben Leid mit sich bringt, dann komme Leid wohl vom Leben selbst. Über einen Gott zu spekulieren, der das Leben, den Menschen und sein Leiden hervorbringt, macht wenig Sinn. Auch über Karma im Sinne schlechter Handlungen früher Leben zu spekulieren lehnte Buddha entschieden ab. Bei nüchterner Betrachtung ist es der Mensch selbst, der durch Partnersuche, Zeugung und Geburt neue Menschen ins Leben ruft. Es trägt der Mensch also eine Selbstverantwortung in sich, hier und jetzt. 

 

Es ist die Leidenschaft, mit der zwei Menschen neues Leben hervorbringen. Sie nehmen dem Leben ein Stück weit das Leid, indem sie etwas an sich leidvolles durch ihre Liebe in etwas Lustvolles transformieren. Sie vereinen sich mit den fünf Aggregaten ihres Daseins oder Soseins, mit dem Körper, mit Wahrnehmung, mit Gefühl, mit Sinneseindrücken und mit dem Bewußtsein, zu leben und das Leben zu Lieben. Leben ist leidvoll ohne Liebe, doch Liebe transformiert das Leid und bringt neues Leben hervor. Im neuen Lebewesen nun liegt die Chance schmerzfreier, bewußter und erfolgreicher durchs Leben zu gehen, aber auch die Gefahr unbewußt weiteres Leiden zu schaffen.

 

 

 

Verlangen, Haß und Verblendung | die geistigen Ursachen von Leid

 

 

Der Buddhismus benennt drei Geistesgifte, mit denen der Mensch sich selbst und anderen unbewußt Leid zufügt.  Sie rühren daher, dass wir nicht der Ur-kenntnis folgen (prajnaparadha) und darum unbewußt durchs Leben gehen. Jeder kennt das Gefühl, das uns ereilt, wenn unser Tun nicht den gedachten oder gewünschten Erfolg bringt. Dann kommt die Selbstzerknirrschung: Ach, hätte ich doch auf meine innere Stimme gehört und spontan so gehandelt, wie es mir von Herzen gekommen wäre. Selbstbewußt.
 
Sowohl im Buddhismus wie auch im Ayurveda gilt prajnaparadha, ein unmäßiger Gebrauch unserer Ur-kenntnis, als die gemeinsame Ursache aller Erkrankungen und Leiden. Prajnaparadha aber kommt daher, dass wir den drei Geistesgiften erliegen: Gier, Haß und Verblendung. Sie werden anhand von Symboltieren veranschaulicht. Da die Phänomene Leben und Leid einen sich selbst erhaltenden Kreislauf bilden, werden die drei Tiere bildlich im Kreis dargestellt, wie sie sich gegenseitig in den Schwanz beißen. So als würden sie sich gegenseitig jagen oder aneinander festhalten.
 
Tatsächlich bilden Gier, Haß und Verblendung einen leidbringenden und leiderhaltenden Teufelskreislauf. Die Gier wird durch den Hahn gezeichnet. Gemeint ist das Verlangen, eine Sache oder einen Menschen fest an sich zu binden. Haß wird durch die Schlange gezeichnet. Wer nicht  an sich binden kann, wonach er/sie verlangt, transformiert Begehren (Liebe) in Haß. Verblendung wird durch das Schwein gezeichnet. Wer Dinge oder Menschen nicht in Liebe frei los lassen kann, baut sich im Haß  gerne eine verblendende Sicht der Dinge auf und fährt fort,  zu verlangen bzw. Haß und Verblendung zu säen.

 

 

 

Unbewußtes Leid | Gefühl der Trennung & Verlangen nach Eins-Sein

 

 

Jeder Mensch ist im Laufe seines Leben vom Ziel der sexuellen Partnerschaft getrieben. Vom Ziel sich Selbst ausgeglichen und ganz zu fühlen. Alte Mythen sehen in der Zweigeschlechtlichkeit  die Folge einer Trennung. Beispielsweise wird ein Ur-Wesen entzweit und sucht Zeit Lebens seine bessere Hälfte. So in Platons Schilderung im "Symposion". Oder das Ur-Wesen teilt sich selbst entzwei, um sich in und anhand eines Gegenüber besser erfahren zu können. So in der indischen Sicht des Ayurveda. Ersteres Beispiel hat Denken und Begehren der Europäer zutiefst geprägt. Letzteres das tantrische Denken Indiens.

 

Der Europäer sucht den Ausgleich im Gegenüber. Und dieses erkennt er/sie darin, wo er/sie in sich selbst vermeintlich nicht auszugleichen vermag. Er fühlt sich selbst uneins. Gemäß Platons Idee ist der Mensch unvollkommen. Darum sucht er das höchst denkbar Gute, Schöne und Wahre in Gott. Geistliche suchen im Glauben Zuflucht, Weltliche in Sachen und Menschen. Damit sollen ihre eigene Defizite, Schwächen und Kränkungen auszugliechen werden. Darin aber manifestieren sich mangelnde Selbstverantwortung und Verblendung. Denn exklusive Liebe zu Gott, zu bestimmten Sache oder Menschen sind von Verlangen und Haß/Abneigung geprägt.

 

Buddhismus und Tantra zeigen andere Wege auf. Ursprünglich lehrt der Buddhismus, auf exklusive zwischenmenschliche Partnerschaften ebenso  zu verzichten wie auf eine persönliche Beziehung zu Gott. Dem Interessierten wird die Gemeinschaft Gleichgesinnter angeboten, die sangha. Zusammen kann der achtgliedrige Weg geübt werden, um den Durst nach Leben zu verringern und so persönliches Leid in universelle Liebe zu transformieren. Diese wurde in der Mahayana-Tradition den leidenden Leihen zu teil. Indem buddhistisches Mitgefühl (Metta) und Lebensweisheit (Ayurveda) auf alte Volkskultur traf, kam der Tantra hervor.

 

 

 

Leid und Krankheit | Auffassungen in Indien, China und Griechenland

 

 

Im Buddhismus und Tantra folgt man der Idee des Ayurveda, der indischen "Lebensweisheit". Das Verlangen nach einer exklusiven Beziehung mit Gott oder einer geliebten Sache bzw. Person erzeugt  inneren "Wind" (Vata). Ein Sinnbild für geistige Unruhe, Unzufriedenheit, Hast, innere Leere und Defizit. Verlangen führt zu Abneigung, Haß, Groll, Wut und  Zorn und läßt die "Galle" (Pitta) überschießen. Ein Sinnbild u.a. für Entzündungen, Enthusiasmen und Fanatismus. Wer aus Verblendung unablässig an Ideen (wie Gott), an Dingen und an Menschen festhält, erzeugt "Phlegma" (Kapha), Schleim. Gewebe verschlacken, verkleben. Leiden verschlimmern und chronifizieren.

 

"Wind", "Galle" und "Schleim" kommen nicht nur in der indischen Medizin vor. Man kennt sie in ähnlicher Form auch in der altgriechischen Tradition Kleinasiens wie auch in der chinesischen. In China war der Wind nicht nur "Anführer" aller Krankheiten wie im Ayurveda, sondern das Anfangsstadium eines Prozesses, dessen Ausformungen allerdings weniger als Krankheiten im heutigen Sinne als vielmehr als Syndrome erfaßt wurden. Nicht nur innere, sondern auch äußere und neutrale Krankheitsauslöser mußten überschaut werden. Daher stehen in der TCM Beobachtung und Umgang mit den jahreszeitlichen Windqualitäten im Fokus. Die Galle (gan) behält unter den Orangfunktionen eine Sonderstellung, der Schleim (tan) tritt als spätes Krankheitsstadium im Hintergrund einer vorbeugenden Medizin.

 

In der TCM versinnbildlichten Wind und Wasser (feng-shui) in Gestalt des atmosphärischen Dampfes (qi) den steten Wandel (hua) in der Welt. Der griechische Arzt Parmenides stritt demgegenüber jede Wandlung ja sogar jede Bewegung als Sinnestäuschung ab. Nur im Himmel sei das Eine (to en) vollkommen. Die irdisch Seienden (ta onta) seien hingegen unvollkommen und daher per se krankhaft. Aus dieser Verblendung gingen Leidenslehre (Pathologie), Atom und Anatomie-Lehre hervor. Der gelben (Chole) wurde eine schwarze Galle (Melan-chole) gegenüber gestellt. DasWind-Konzept bleibt im Pneumatischen des Blutes erhalten. Die hier vorliegende Mischung zöhlt.

 

 

"er, sie, es" sind schuld | Ursachen in Schamanismus & Schulmedizin

 

 

Namensgebend für den Schamanen sind buddhistische Bettelmönche

(sanskrit sramana, tungusisch shaman, chinesisch Sha men).

 

Auf ihrem Weg nach China hatten sie in Zentralasien den Glauben an Naturgeister und Dämonen aufgenommen. Als Wanderärzte ihrer Zeit halfen sie den Nomaden, ihren quälenden Glauben an fremdverursachte Krankheit zu lindern.

 

 

Wenn im Sinne der modernen Schulmedizin von Krankheit die Rede ist, wird stets eine Ursache unterstellt (hypothetisiert), auf die der Betroffene keinen persönlichen Einfluß nehmen kann. Ausgedrückt in Zahlen und willkürlichen Interpretationen (Schwellenwerte, Röntgenaufnahmen) wird der Anschein erweckt, dass äußere oder innere Kräfte am Wirken sind, die nicht direkt mit dem Patienten zu tun hätten . Als Ursache wird gerne ein Mikroorganismus (Pilz, Bakterium, Virus), ein fehlgeleitetes Molekühl (Hormon, Enzym) oder ein defektes Gen dahingestellt. In der Psychologie/Psychiatrie eine genetische Belastung oder Stoffwechselveränderungen im Gehirn.

 

Die "Schuld" für ein persönlich empfundes Unglück, Unwohlsein oder Unbehagen auf fremde Kräfte zu schieben, ist eine alte Gepflogenheit. Sie ist so alt wie der Schamanismus. Der Schamane versucht den nach Gut und Böse bemessenden Geist (man-as) des Betroffenen  zu "beschwichtigen, auszusöhnen bzw. zu beruhigen" (Sanskrit: samana). Dafür fleht er eine vom Betroffenen fremdartig unterstellte Macht (Naturgeister, Dämonen) "singend, flehend, und bettelnd" an (samana), den Betroffenen zu verlassen. Er scheint die fremde Macht, von der sein Patient "besessen" scheint (samana), auszutreiben. Männliche Schamanen reisen in Himmelswelten, um mit den Schutzgeistern der Tiere eine gute Verhandlung (su-samana) zu führen. Weibliche Schamaninnen lassen sich auch gerne von einer fremden Seele (z.B. Verstorbene) besetzen (samana). Dies alles geschieht zum Wohl (samana) des Betroffenen, der sich selbst nicht zu helfen weiß.

 

Der Schamane arbeitet auch gerne mit dem Schattentheater. Damit läßt sich wunderbar Schwarz- Weiss-Malerei betreiben und innere Sichtweisen (Interpretationen) nach außen projezieren. Ähnliches betreibt ein Schulmediziner mit den schwarz-weissen Rhöntgenaufnahmen. Diese sind  nichts weiteres als eine Ablichtung, mit der unterschiedliche Dichteverhältnisse der Gewebe wiedergegeben werden können. So hat man es bei Arthrose in der Realität weniger mit einem  tatsächlichen Verschleiß des Gelenkes zu tun, sondern vielmehr mit verhärteten, verdichteten und verschlackten Weichteilen (umliegende Bindegewebe und Muskeln). Hier sind Massagen zielführender als OPs.

 

 

 

Krankheit als fixe Größe ? | Die Trennung von Körper, Geist und Seele

 

 

In China galten Wanderärzte wie jene buddhistischen Bettelmönche (sha men< schramana), die aus Zentralasien kamen, als schlechte Ärzte.

 

Sie konnten Leiden nicht verhindern oder beheben, sondern nur lindern. Allmählich machten sich Wanderärzte sesshaft und unterhielten Krankenhäuser, die von den neureichen Nomadenkriegern gesponsert wurden . Ähnlich war es mit den buddhistisch beeinflußten Mönchen des Mittelmeerraumes und des europäischen Mittelalters.

 

 

 Die mittelalterliche Tradition der sog. Hospitäler nahm Pilger (Wanderer) als Gäste auf (hospites) und pflegte Alte und Kranke. Ab den 1780er Jahren, also mit Beginn des illuministischen Zeitalters (zu deutsch: Aufklärung), wurden Hospize systematisch aus der Hand der kirchlichen Orden enteignet. Stattdessen wurden sie in die Obhut einer neuen Rige von Doktoren gegeben, die sich im Namen des Illuminismus ausbilden ließen und dem Orden der Illuminaten eingliedert waren. Im Mittelalter war der Doktor-Titel noch den theologischen Professoren und Absolventen vorbehalten, die sich von blosen Anschauungen (Theo-rien; Theo-logie) führen liesen (doctor) und die anderen darin anwiesen (docere). Nun setzte sich dieser Titel  für den modernen Schulmediziner durch, der vernüftige Priester in weiss. Zahlen und Schwarz-Weiss-Bilder bestimmen über Krankheit und Therapie.

 

Nachdem in der französischen Revolution die kirchlichen Hospize der weltlichen  Hand der neuen Doktoren übergegben worden war, die sich von der Vernunft der Ratio leiten ließ, kam die moderne Pathologie (Leidenslehre) auf. Die Betten wurden mit Kranken belegt, ohne sie auf die gewohnte Weise zu "pflegen" (=therapieren). Stattdessen wurden in den Hinterzimmern die Doktoranten aus den illuministisch geführten Ländern (wie die kürzlich begründete USA) darin ausgebildet, die Sterbenden zu sezieren. Man verglich das Aussehen der inneren Organe mit den Darstellungen aus der Anatomie und konstatierte, dass die sichtbare Veränderung mancher Organe wohl von Geburt (=Natur) gegeben sei. Der Sterbende war also pathologisch veranlagt. Der Arzt konnte nichts weiteres, als die anscheinde Krankheitsursache festzustellen bzw. herausschneiden, solange der Kranke noch lebte (Ekto-tomie).

 

Ein medizinisch chirurgischer Doktor mußte, abgesehen vom Führen eines Messers (Chirurgie), keine besondere Veranlagung zur Praxis aufweisen. Praxis mit den Händen (Chirurpraktik) wurde erst später eingeführt und bezog sich lediglich auf knochenbrecherische Praxis. Das Zusammenspiel von Muskeln, Emotionen und inneren Organen war unwichtig. Der Anatomie betreibende Philosoph Descartes hatte bereits die ideologische Trennung zwischen materieller und geistiger Welt vollzogen. Letztlich machte Sigmund Freud der kirchlichen Tradition auch noch die Psyche im Sinne der Seele streitig. Diese Bindeglied zwischen Körper und Geist wurde so "Gegenstand" des Doktorats. Die Seele war einst als ausgleichendes und zwischen materieller und geistiger Welt vermittelndes Drittes konzepiert und in Relation zum Blut als Mittler zwischen Körper und Geist gesetzt worden. Nun gilt auch sie als per se krankhaft bzw. krankheitsbehaftet.

 

 

 

 

Krankheit bekämpfen | Wenn sich Schulmediziner als Helden geben

 

 

Im Mittelalter galt die erfolgreiche Transplantation eines Beines, wie es den Brüdern Cosmas (von Kosmus=schöne Ordnung) und Damianus (von domini manus/Hand des Herrn) gelungen sein soll, als die Tat der katholischen Heiligen. Das Wort heilig ist von seiner Wortwuzeln nicht nur verwandt mit dem Wort heilen, sondern auch mit dem Griechischen Wort holos (englisch holy), das im Grund Ganz heißt. Da dem weißhäutigen Patienten ein Bein durch Krebs abgefault war, wurde ihm das Bein eines schwarzhäutigen verstorbenen Mohren angebracht. Damit war er wieder ganz. Weiß und schwarz bilden eine sich ergänzende und durchaus heilendes Ganzes, so wie in der Verbildlichung von Yin und Yang im Chinesischen Taijitu.

 

Moderne Mediziner geben sich heute allerdings eher als Helden und operieren auch dann, wenn es weder unumgänglich noch notwendig oder sinnvoll ist. 

 

 

 

Vernetzung vs. Trennungsbewußtsein | alte vs. neue Welt der Medizin

 

 

China, Indien und das Mediterraneum pflegten noch bis zur französischen Revolution einen engen Kulturaustausch und halfen so einander, ihre Weisheiten zu erweitern. Laut jesuitischem Bildungsverständnis sollten an den Universitäten  alle menschlichen Fähigkeiten (Fakultäten)  zusammenfinden und sich wie die Speichen eines Rades fächerartig um das Eine (Uni) drehen (versum). Die sog. Aufklärung (Illuminismus) aber brachte ein allgemeines Trennungsbewußtsein über die Welt. Ehemals vereinte Kulturen zersplitterten in Nationalismen. Fakultäten gingen getrennte Wege, um eigenständiges Wissen zu schaffen, und wurden so spezifische Fachwelten.

 

Wissenschaftsmedizin basiert seit 200 Jahren nahezu unumschütterlich auf der Lehre des 'Durchschnitts' (Anatomie). Sie hatte mit der Renaissance der altgriechischen Demokratiebewegung im 16. Jahrhundert wieder stark an Boden gewonnen. Unzählige Kriege, die bereits die Welt der Demokraten und Republikaner des klassischen Altertum geprägt hatten, bestimmen auch die Neuzeit. Damit brachten sie der Kriegsmedizin, die von Hippokrates zum 'Handwerk' (Chirurgie) herabgewertet worden war,  neuen Ruhm. Doch: So ruhmreich die Fähigkeit auch sein mag, eine abgetrennte Hand unbeschadet wiederanbringen zu können. Es ist und bleibt schändlich, einen intakten Körper ohne Sinn für Alternativen zu durchschneiden.

 

Als 'tanzentrischer' Holopraktiker greife ich bewusst alte Weisheiten und Praktiken wieder auf, die im Tantra-Yoga und in der TCM zu finden sind. Hier ist die Chirurgie zurecht Mittel letzter Wahl. Im All durchdringenden Gewebe (tantra) erkennt der Tantra-Yoga die Wege des Lichts und das Zentrum, um das sich in der physischen Welt alles dreht. Durch manuelle Körperarbeit und tänzerische Bewegungsübungen wird das Körpergewebe elastisch geweitet (tan) und lichtdurchlässig erhalten. Struktur und Funktion halten sich so im Gleichgewicht. Alles fließt (panta rhei), wie der altgriechische Philosoph Heraklit zu sagen pflegte.

 

 

 

Tantra und Daoismus | Ursprünge und grundlegende Überlegungen

 

 

 

 

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 Im Ayurveda, der indischen "Lebensweisheit",  ist das Erbe der tantrischen (bronzenen) Kulturgruppe erhalten. Sie verband bis vor ca. 5000 Jahren den Atlantik mit Indien . In der TCM finden wir indes das daoistische Erbe der sino-tibetischen-Kulturgruppe, die damals Indien mit China verband. Beide Kulturgruppen hatten ihr Augenmerk auf die Wechselbeziehung eines männlichem und eines weiblichen Prinzips gerichtet, denen die wichtigsten Phänomene des Lebens zuordenbar sind. Sei es in der großen Weltenordnung (makrokosmisch) wie auch in der kleinen Ordnung der organischen Wesen. 

 

Das Zusammenwirken beider Prinzipien zeigt sich in der Gestaltung eines gemeinsamen Dritten. Makrokosmisch wirken Himmel und Erde in der Gestaltung der Atmosphäre zusammen. Mikrokosmisch sind es das Kopf- und das Bauchgehirn, die in der Gestaltung des Atems (atman; qi) zusammenwirken. Die Verbindung zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos liegt, wie in der Wortverwandtschaft bereits deutlich wird, in der Atmung. Die Luft, die wir atmen hält die Elemente Feuer und Wasser in unendlicher Verbindung zueinander. In Gestalt der atmosphärischen Kreisläufe sprach man einst von der Weltenseele, in Gestalt des Atem-Blutkreislaufes von der Wesens-Seele.

 

Die Tantriker erforschten die Wirkeigenschaften der drei Substanzgruppen (mineralisch, pflanzlich, tierisch) und meditierten über deren Gestaltungskraft auf Leben und Atem (jiva-atman). So wurden der differenzierte Einsatz der materia medica Kernkompetenz des Ayurveda und die Atemschule die Basis des Yoga. Daoisten schufen entnahmen indes aus dem schamanischen Tanz die Grundlagen des Daoyin, eine differenzierte Atem-und Bewegungslehre. Die Wechselwirkung von äußerer Landschaft und "innerer Landschaft" (körperlich) anhand der wechselnden Gestaltungen (xing) des Luftdampfs (qi) ist daher die Basis der TCM.

 

 

Yoga & Daoyin | Renaissance des Tantra als allgemeiner Übungsweg

 

Ayurveda zeigt sich der irdischen Welt zugewandt, die TCM der himmlischen. Umgekehrt verhält es sich mit den beiden Übungswegen Yoga und Daoyin. Yoga startet vom innersten Kern des Körperlichen, um sich himmelwärts in die Befreiung (moksha) aus dem individuellen Leben (jivatman) auszurichten. Die Rückkehr ins Licht des Himmels, frei von irdischer Bindung  und physischem Leiden ist das klassische Ziel. Daoyin startet indes vom Spirituellen (spiritus= Himmels-qi), um sich gezielt dem Stofflich-Körperlichen und der Langlebigkeit zuzuwenden.

 

Buddhistische Yogis und Daoisten lernten voneinander, sodass der Ayurveda mittlerweile auch als eine Lehre vom langen Leben gilt. Aber auch die daoistische Tradition lehrt seit ihrer fruchtbaren Konfrontation mit buddhistischen Themen eine songenannte innere Alchemie (neidan), in der es um das Nähren und Heranbilden eines Lichtkörpers in Gestalt eines Embryos geht. Beide wirken ab dem 3. bzw. 5- bis in das 12. Jahrhundert in der Renaissance des Tantra  zusammen, wo der irdische und der lichtene Weg gleichberechtigt sind.

 

Jeder Mensch, unabhängig von seinem sozialbedingten Bildungsniveau aber auch unabhängig von Geschlecht und jedweder anderer Herkunft sollte im Tantra ohne großen Aufwand erlernen können, wie er trotz Bindung an ein leidbegünstigendes Berufs- und Sozialleben seine seelische Ausgewogenheit bewahren und befördern kann. Und damit wird jedem Menschen letztlich auch ein Weg aufgezeigt, ähnlich dem Daoismus (dao= Weg), die Grundlagen der geistigen und körperlichen Gesundheit in sich selbst kennen zu lernen, sie zu erhalten und zu bestärken.

 

 

Tantramassage und TanZENtra-Massage | Lust & Wohlschmerz

 

 

Für die ganzheitliche Integration von schöner Figur, freier Beweglichkeit und Atmung.

 

Für mehr Lustfähigkeit und Freiheit von Beschwerden im Unterleibsbereich.

 

Tantramassagen orientieren sich allgemein am hinduistischen Tantra. Die tantrische Anschauung, dass hinter aller irdischen Existenz zwei grundlegende Kräfte ineinanderwirken, wird in der indischen Mythologie am Liebespaar Siva und Parvati (Shakti) veranschaulicht. Die junge Parvati begegnet dem alten Siva, der sich meditierend in den Himalaya zurückgezogen hatte. Durch ihre junge, frische, tänzerische und anregende Kraft vermittelt sie ihm neue Lebensfreude und entlockt ihm die Lehren des Hatha-Yoga. Dieser lehrt, die Kräfte von Sonne (Sympathikus/Oberkörper/männlich) und Mond (Parasympathikus, Unter-, weiblich) harmonisch zu vereinen.

 

Der Tantra-Yoga studiert die Zusammenhänge zwischen den fünf Sinnesorganen (Geist), den fünf elementaren Ebenen der Schöpfung (Seele) und den fünf Handlungsorganen (Körper). Veranschaulicht werden sie anhand eines Rades (Chakra) und seinen Speichen oder anhand einer Lotusblume und deren Blütenblätter . Geruchs-und Geschmacksinn nehmen die Außenwelt am Erd- und Wasserelement wahr und werden im Tantra genauso wichtig genommen wie Seh,-Tast,-und Hörsinn. Die ihnen zugeordneten Tätigkeitsorgane sind After und Geschlecht. Daher werden in der Tantramassage diese Körperbereiche nicht tabuisiert. Ganzheitliche Selbst-wahr-nehmung hält den Menschen gesund.

 

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" Es wor a wahnsinn tiefgehende tranceortige losgelößte erforhrung fi mi martin...bin dir fi Herzen donkbor!!!!!"  - eine Kundin -

 

 

 

Daoistische Beckenboden- &  tantrische Yoni /Lingam- Massage

 

 

Für ein Gefühl der Weite und Gelöstheit. Nimmt Leistungsdruck, Frigität und Frustgefühle (Impotenz, Inkontinenz, frühzeitiger Erguß...).

 

Sehr gut geeignet für eine prinzipielle Neuorientierung im Leben

 

 

Der Beckenboden bildet die Nabe des Wurzelrand-Rades (Muladhara Chakra). Dies ist ein Sinnbild für die grundlegenden Zusammenhänge von Struktur und Funktion in diesem Bereich. Die TCM sieht im Beckenboden all jene Meridiane zusammenlaufen, die u.a. für die Aus-und Aufrichtung der Körpergewebe und die richtige Lagerung und Versorgung der  inneren Organe verantwortlich sind. Das Zusammenspiel zwischen Aufrichtekraft der Beine und Schwerkraft des Rumpfes findet im Beckengürtel statt, der Ausgleich zwischen Bewegungsapparat und inneren Organen im Beckenboden. Die Beckenbodenmassage weitet (tan) das Gewebe im Sinne eines ganzkörperlichen Ausgleichs von Struktur (ti) und Funktion (yong).

 

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Kontakt | Tel.  0039 345 3495926 0039 345 3495926 oder via E-Mail

martin-kirchler@hotmail.com

 

 

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